Bevor ich mir die MX Master 3S geleistet habe, war meine treue Begleiterin eine kabelgebundene No-Name-Maus. Sie hat geklickt, sie hat gescrollt – mehr nicht. Dass eine Maus mehr können sollte, war mir ehrlich gesagt nie allzu wichtig gewesen.
| Modell | Logitech MX Master 3S |
| Erscheinungsjahr | 2022 |
| Sensor | Darkfield-Hochpräzisionssensor |
| Auflösung | 200 – 8.000 DPI (einstellbar) |
| Verbindung | Bluetooth Low Energy, Logi Bolt USB-Empfänger |
| Reichweite | Bis zu 10 m (kabellos) |
| Tasten | 7 Tasten (alle programmierbar) + Gestensteuerung |
| Scrollrad | MagSpeed™ elektromagnetisch, 2 Modi |
| Akkutyp | Li-Po, 500 mAh |
| Akkulaufzeit | Bis zu 70 Tage bei voller Ladung |
| Ladeanschluss | USB-C |
| Schnellladung | 1 Minute laden = ca. 3 Stunden Nutzung |
| Kompatibilität | Windows, macOS, Linux, iPadOS, ChromeOS |
| Multi-Device | Bis zu 3 Geräte gleichzeitig koppelbar |
| Gewicht | 141 g |
| Abmessungen | 124,9 × 84,3 × 51 mm |
| Preis (Beim Hersteller) | CHF 99 |
Allein das Auspacken fühlt sich anders an. Die MX Master 3S liegt mit ihren 141 g schwer und wertig in der Hand, das Gehäuse fühlt sich angenehm samtig an. Kein billiges Plastik, kein Klappern. Ich habe sie angeschaltet, den USB-Dongle in den Rechner gesteckt und sie wurde sofort erkannt. Wie versprochen Plug & Play. Direkt nach dem Verbinden erscheint ein Pop-Up, in welchem auf die Logi-Options+ Software Hingewiesen wird. Auch per Bluetooth konnte die Maus ohne Probleme verbunden werden. Der mitgelieferte Logi Bolt-Empfänger bietet eine noch stabilere Verbindung mit geringerer Latenz. Jedoch kann ich als Alltagsnutzer keinen Unterschied erkennen.
Ich nutze die Maus nicht in der Schule, sondern zu Hause für:
Das elektromagnetische Scrollrad hat zwei Modi: gerastert und frei drehend. Im Free-Spin-Modus saust man durch hunderte Code-Zeilen oder lange Webseiten, als wäre nichts dabei – laut Logitech sind bis zu 1.000 Zeilen pro Sekunde sind möglich. Der Wechsel zwischen den Modi passiert automatisch per SmartShift oder manuell per Knopfdruck. Fürs Programmieren ist das ein riesiger Komfortgewinn (vor allem Verglichen mit der vorherigen Maus).
Mit 124,9 × 84,3 × 51 mm ist die Maus hoch und füllt die Hand komplett aus. Der 51-mm-Buckel sorgt für eine natürliche Handhaltung. Bereits nach den ersten Minuten wollte ich nie wieder zurück. Kein Verkrampfen mehr nach stundenlangem Tippen. Von dieser ergonomischen Passform möchte man nie wieder zurück auf die alte Maus wechseln.
Mit dem Daumen kannst du Gesten ausführen – z. B. zwischen Desktops wechseln oder Medien steuern. Praktisch, um zwischen Browser, Editor und Terminal hin- und herzuspringen, muss man sich aber erst einmal dran gewöhnen. Alle 7 Tasten der Maus lassen sich übrigens über die Logi Options+ Software individuell belegen – pro Anwendung unterschiedlich!
Der Darkfield-Sensor funktioniert auf praktisch jeder Oberfläche – sogar auf Glas (ab 4 mm Dicke). Die Auflösung von 8.000 DPI ist fürs Programmieren und kreative Arbeiten mehr als ausreichend, fast schon etwas unnötig. Der Sprung von meiner alten Maus (vielleicht 800 DPI?) ist dennoch gewaltig: Der Cursor gleitet flüssig und präzise. In der Logi Options+ Software kann die DPI-Anzahl angepasst werden.
Der 500-mAh-Akku hält bei mir locker 13-15 Wochen. Geladen wird per USB-C. Während des Ladens kannst du ganz normal weiterarbeiten.
Ich habe die Maus mit meinem PC, meinem Laptop und gelegentlich mit einem dritten Gerät gekoppelt. Der Wechsel zwischen den Geräten passiert per Knopfdruck auf der Unterseite. Dank Logitech Flow kannst du sogar Dateien und Text zwischen zwei Rechnern per Copy & Paste übertragen – als wären sie ein Gerät.
Mit rund 99 CHF (bei Logitech) ist sie kein Schnäppchen. Für einen Schüler ist das eine Ansage. Street-Preise liegen oft bei 70-80 CHF – immer noch viel Geld. Wer sich immer wieder umschaut stösst über kurz oder lang mal auf ein Angebot. Ich habe meine für 50 CHF im Sale erhalten.
Mit 141 g ist sie kein Leichtgewicht. Wer eine leichte Gaming-Maus gewohnt ist, muss sich umgewöhnen, ist jedoch sonst nichts schlechtes.
Es gibt kein Fach in der Maus, um den Bolt-Empfänger zu verstauen. Nervig, wenn man ihn versorgen möchte, ist jedoch ansonsten kein Problem. Unterwegs kann man bequem per Bluetooth verbinden.
Die Polling-Rate (Wie oft die Maus Daten an den Computer sendet) liegt bei 125 Hz (Bluetooth) bzw. 125–250 Hz (Bolt). Für kompetitives Gaming ist das zu wenig – dafür ist sie ja auch nicht gemacht.
Einige Reviews sagen, dass sich die Oberfläche nach einiger Zeit, besonders bei schwitzigen Händen, beginnt aufzulösen. Ist bei mir bisher noch nicht der Fall - Ich nutze die Maus nun bereits seit 9 Monaten.
Wenn du – so wie ich – viel am Rechner sitzt, programmierst, kreativ arbeitest oder einfach keine Lust mehr auf eine billige Kabelmaus hast: Die MX Master 3S ist jeden Rappen wert. Der Sprung von einer billig-Maus auf dieses Niveau fühlt sich an wie der Wechsel von einem rostigen Fahrrad auf ein Rennrad. Besonders bei längeren Sessions liegt die Maus durch ihre ergonomische Form immer schön entspannt in der Hand.
Wenn du die Maus dagegen nur zum Surfen und gelegentlichen Klicken brauchst, tut es auch etwas Günstigeres.
Die Logitech MX Master 3S hat mir gezeigt, was eine gute Maus ausmacht. Ja, sie ist teuer. Aber sie ist auch ein Stück Hardware, das ich nicht einfach so weggeben oder wieder verkaufen würde.
Transparenzhinweis: Kein gesponserter Kauf. Keine Werbung. Keine Affiliate-Links. Nur ehrliche Erfahrung aus erster Hand.